Historischer Abriss Geschichte der Naturheilkunde für Tiere


Ein kurzer historischer Überblick zur Tierheilkunde mit Pflanzen.

Bereits im 16.Jahrhundert vor Christus gab es eine Materia Medica von Mesopotamien in der Pflanzen zur Herstellung von Drogen und Arzneimitteln klassifiziert wurden. Und in der bereits als elementare Unterteilung die Aufteilung in tierische, pflanzliche und mineralische Heilmittel enthalten sind. Die Ärzte der Pharaonenzeit bereits heilten wichtige und heilige Tiere mit natürlichen reinigenden Tinkturen und Salben.

aboutpixel.de-Ringelblumenblüten-©-Burkhard-Trautsch

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Wichtige Ideen und Impulse für die Heilkunde & Heilkunde mit Pflanzen findet man in  der griechischen Mythologie als mythologischer Ausgangspunkt der antiken Heilkunde und den Kultum Asklepios, als Heiler.( ca. 6. Jhd. vor Christus, Aussagen schwanken darüber ob Asklepios Nur Mythos oder real gelebt; Hippokrates behauptet 15. Nachfolgelinie von Asklepios zu sein)

Die Frage nach dem Geburtsort und der Eltern des Asklepios ist nicht eindeutig geklärt- es gibt verschiedene Variationen des Mythos- und muß daher unbeantwortet bleiben. Meist heißte es: Vater= Apollo; Mutter: Koronis:(aber auch Zeus und der Götterbote Hermes werden manchmal als Vater angenommen.)

Übereinkunft herrscht vor allem in der Überlieferung über die Unterweisung des Asklepios durch Cheiron, den Zentauren. Cheiron ( halb Mensch,halb Tier, durch Giftpfeil ins Knie verwundet und ab da mit besonderen Heilkräften versehen) hat ihn sogar so gut in der Heilkunde unterrichtet, daß er es schaffte, Tote zum Leben zu erwecken. Dies wiederum erzürnte Hades und er tötete Asklepios, der danach seinen Platz am Sternenhimmel als Sternbild Schlangenträger fand.hierzu: astronomie.de

Das Sternbild Schlangenträger stellt Asklepios dar, den Sohn des Apoll. Der weise Zentaur Cheiron bildete den jungen Asklepios auf Apolls Wunsch hin in der Heilkunst aus. Asklepios wurde ein so exzellenter Heiler, dass er sogar lernte, wie manTote wieder zum Leben erwecken kann.

Als Asklepios bei König Minos auf Kreta zu Besuch war, fiel dessen jüngster Sohn beim Spielen in einen riesigen Vorratskrug voller Honig und ertrank darin. Während bei der Trauerfeier alle den Tod des Knaben beweinten, kroch eine große Schlange auf den kleinen Leichnam zu. Asklepios erschrak und erschlug die Schlange, aber eine zweite Schlange kam mit einem Heilkraut im Maul herbei gekrochen, berührte die getötete Schlange mit dem Kraut und diese wurde dadurch wieder lebendig. Der staunende Asklepios berührte mit dem Kraut nun den toten Knaben, und auch dieser wurde wieder lebendig, und Asklepios wurde berühmt.

Hades, der Gott der Unterwelt, sah es hingegen gar nicht gern, dass Asklepios Tote zum Leben erwecken konnte, denn er sorgte sich, das könnte Schule machen und den schönen Zustrom der Toten in sein Reich beenden. Deshalb beklagte er sich bei seinem Bruder Zeus über das drohende Aus für die Unterwelt und die drohende Überbevölkerung der Welt der Lebenden. Zeus tötete Asklepios deshalb mit einem Blitz und schaffte ihm somit einen Platz am Sternenhimmel, und der Fortbestand der Unterwelt war auch gesichert.
(aus:Astronomie.de)

Asklepios schon in der Antike als Gott der Heilkunde verehrt ( er zählt wohl zu den jüngeren Göttern/2.-3.Jhd. nach Christus) und ihm wurde vor allem in Epidaurus gehuldigt.

In Epidaurus schon zeigt sich die Intelligenz der griechischen Heiler:

Am Eingang des Hains zum Heiligtum des Asklepios, wo die großartigen Propyläen stehen,(…) konnte man auf deren Front folgende Inschrift lesen:

“Rein sei jeder, der tritt in den weihrauchduftenden Tempel.
Rein aber heißt, wer im Sinn heil´ge Gedanken trägt.”

( aus: Epidaurus, 1971;Verlag Schnell und Steiner)
Spuren des Asklepios, dem Gott der Heilkunde, finden wir noch heute, z.B. als Symbol des Äskulapstabs in der Medizin.

Eine sich am Stab hochwindende Schlange symbolisiert in allen Mysterienkulten ein Aufrichten der in den Stoff gestürzten Seele. Es gab noch nie eine Religion, in der dieser Schlangenstab gefehlt hätte….Doch das Symbol der Schlange gebührend zu besprechen, würde einen eigenen Vortrag erfordern.

Ca. 460-377 vor Christus war dann Hippokrates bereits mit den Ratschlägen zur Verabreichung von Honig und einem Honig-wasser Gemisch zum Kurieren von Krankheiten ( Oxymel und Hydromel) bekannt!( s. Juliette de Bairacli Levy: Hippokrates liebte die Bienen so sehr ( von denen man bei genauer Beobachtung einiges über Kräuter lernen kann), dass sich auf seinem Grab ein Schwarm wilder Bienen niedergelassen hat, der einen Honig produziert hat, der wundersame Heilungen bewirkte)
Weiterhin erwähnenswert wäre der griechische Arzt Dioskurides

Pedanios Dioscurides (Kleinasien) (1. Jahrhundert) war ein griechischer Arzt.

Auch er fand folgende Einteilung der Heilmittel:

Die Materia Medica, die ca. 1.000 Arzneimittel umfasst (813 pflanzlichen, 101 tierischen, 102 mineralischen Ursprungs) und 4.740 medizinische Anwendungen bietet, gliedert sich in fünf Hauptteile:

  • Genussmittel und pflanzliche Nahrungsmittel
  • tierische Stoffe
  • unmittelbare Arzneistoffe
  • Getränke (Weine)
  • Mineralien.

Diese Materia Medica wurde auch Vorbild für die Erkenntnisse von Galen ( Galenos von Pergamon, auch Aelius Galenus (griechisch ???????, deutsch: Gal?n, in frühneuzeitlichen Drucken auch Galienus; * 129 oder 131[1] in Pergamon[2]; † um 199, 201[3] oder 216 in Rom), war ein griechischer antiker Arzt und Anatom.)

Weiterhin gab es ab dem Mittelalter immer wieder fahrende Händler, die Arzneien für Tiere aus Kräutern und teilweise tierischen Bestandteilen verkauften, sowie von 1493 bis 1541 Parcelsus).

Paracelsus beschrieb schon im Paragranum folgende Eigenschaften die ein Arzt und/oder Gärtner( & Heiler) haben muß:

a.) philosophia: Er muß ein genauer Beobachter des Menschen und der Natur sein

b.) astronomia: Er muß die kosmischen Wirkungen und Einflüße des kleinen und großen Himmels kennen.

c.) alchemia: Er muß die Kunde der Heilmittelbereitung kennen.

d.) virtus: Er muß sich in den Tugenden üben. Nur was man liebt, kann man erkennen.

Zudem erklärte Paracelsus die Zusammenhänge von Mikrokosmos und Makrokosmos.

( aus: Storl; Der Garten als Mikrokosmos)

Dieses Wissen der Kräuterkundigen und oft als Hexen benannten Frauen und Männer wurde dann ja inquisitorisch versucht auszurotten. dadurch ging auch vieles an Wissen verloren.

Richtige gesammelte Schriften zur Verwendung von Heilpflanzen in der Veterinärmedizin gibt es sortiert seit 1664. Nachzulesen bei Bedarf in Raichling u.a. Heilpflanzen in der Veterinärpraxis; Springer Verlag:

Dann gab es natürlich einen großartigen Impuls zur Naturheilkunde -auch für Tiere- durch Samuel Hahnemann ( 1755-1843) dem Begründer der Homöopathie.Dazu gibt es nachher noch einen kurzen Exkurs.Hier nur soviel:

Hahnemann verhalf der Tierheilkunde zu einem wichtigen,neuen Aspekt durch die Homöopathie und Arzneien, die ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Danach soll ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet, wobei auch der „gemüthliche und geistige Charakter“[1] des Patienten berücksichtigt werden solle.

Gastartikel von
Britta Kerger, Tierheilpraktikerin
Montags – Behandlung auf Spendenbasis
http://www.tierheilpraxis-britta-kerger.de

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