Was ist Katzenpsychologie?


Seit wenigen Jahrzehnten gibt es Tierpsychologen für Haustiere bzw. Heimtiere, in erster Linie Hunde, Katzen und Pferde, einige wenige auch für Kaninchen und Papageienvögel. Auch bei Katzenbesitzern spricht es sich langsam herum, dass Katzen durchaus therapierbar sind.

Was ist Katzenpsychologie?

Was ist Katzenpsychologie?

Allerdings sind echte Verhaltensstörungen selten; vielmehr geht es meist um normales Katzen(ausdrucks)verhalten, das zuweilen allerdings in krassem Widerspruch zu den Vorstellungen der Besitzer steht. Urinmarkierungen innerhalb der Wohnung sind ein häufiges Problem, ebenso das Lösen an aus Menschensicht ungeeigneten Stellen außerhalb des Katzenklos, die sog. klassische Unsauberkeit. Aggressionen gegen Mitkatzen und Menschen sind das zweite große Thema, gefolgt von Zerstörungen in der Wohnung und das Nerven der Besitzer aus Langeweile.

Leider wird in vielen Büchern immer noch propagiert, dass eine Katze praktisch nebenbei läuft und außer Futter und Wasser kaum Aufmerksamkeit benötigt. Das war sicherlich früher einmal so, als die meisten Katzen noch mehr oder weniger frei draußen lebten. Heute aber findet oft reine Wohnungshaltung statt und dies stellt die Besitzer vor die Aufgabe, ihrem Stubentiger trotzdem ein spannendes und ausgewogenes Leben zu bieten.

Der Katzenpsychologe hat die Aufgabe, die Ursachen für die bestehenden Probleme zu finden – wobei Katzenbesitzer offenbar mitunter extrem duldsame Menschen sind und monate-, ja sogar jahrelang mit wirklich unangenehmen Problemen leben können. Diese Ursachen dann abzuschalten, ist nach ausführlicher Unterweisung und mit Unterstützung durch den Katzenpsychologen allerdings Aufgabe der Besitzer. In der Regel heißt dies Veränderungen in der Wohnung vorzunehmen (z.B. vernünftige, sprich möglichst deckenhohe Kratzbäume aufstellen, die Klosituation verbessern, Versteckplätze schaffen u.ä.), die Katze zu beschäftigen (Futtersuche, interaktives Spielen). Unterstützend werden oft auch Bachblüten und synthetische Pheromone (biochemische Botenstoffe) eingesetzt.

Der Beruf des Tierpsychologen ist in Deutschland nicht offiziell anerkannt, die Ausbildung erfolgt meistens in Form eines Fernstudiums, allerdings kann sich jeder Tierpsychologe nennen, auch wenn er gar keine Ausbildung hat. Bei der Suche nach einem seriösen Katzenpsychologen sollte man deshalb darauf achten, dass dieser einen Abschluss bei einem Institut vorweisen kann, das einen zertifizierten (Fern-)Lehrgang in Tierpsychologie anbietet, wie z.B. ATN, P.T.I., DIFT etc.

www.felis-felix.de
Gastartikel von Tatjana Mennig
www.felis-felix.de

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