Die alternative Behandlung von Tieren


Die alternative Behandlung von Tieren bei Krebs und anderen schweren Erkrankungen
Chancen und Grenzen – was Tierhalter wissen sollten

Für mich ist Fähigkeit, einem Wesen – sei es Mensch oder Tier – helfen zu können, das schönste Geschenk. Umso belastender ist es, wenn es absehbar ist, dass ein Patient den Kampf gegen die Krankheit trotz aller Mühen nicht mehr gewinnen kann. Die härteste Lektion, die alle Therapeuten lernen müssen, ist wohl, dass sie nicht diejenigen sind, die entscheiden, für wen die Zeit gekommen ist und für wen nicht. Für viele Menschen sind ihre Tiere Familienmitglieder und werden so sehr geliebt, dass die Nachricht von einer schlimmen Erkrankung eine Welt einstürzen lässt. In dieser Situation wird der Therapeut zum Rettungsanker und die Erwartungen sind hoch. Denn egal, wie sachlich der Einzelne die Situation auch betrachtet, insgeheim hofft jeder für sein Tier, dass doch noch ein Wunder geschieht. Und so ist es nicht verwunderlich, dass bei Mensch und Tier mit der Hoffnung gerne Kasse gemacht wird und die Tiere im schlimmsten Fall mit falschen Heilungsversprechen länger als vertretbar am Leben gehalten werden. Mit diesem Artikel möchte ich den Lesern etwas an die Hand geben, woran sie sich erinnern können, wenn sie selbst in eine solche Situation geraten und sie die blanke Angst um das Tier vielleicht daran hindert, die Dinge objektiv zu betrachten.

Wenn das Tier krank wird, ist es wichtig, einen Therapeuten zu haben, dem man voll und  ganz vertrauen kann. Woran erkennt man, ob man bei seinem Tierarzt/Tierheilpraktiker gut aufgehoben ist? Sicherlich ist es in erster Linie das Bauchgefühl, doch es gibt auch ein paar objektive Gesichtspunkte, an denen man sich orientieren kann.

Gute Therapeuten geben immer alles für ihre Patienten.
Sie prüfen alle Therapiemöglichkeiten und wägen zusammen mit dem Tierhalter ab, welche Optionen in Frage kommen. Sie überweisen im Zweifel an Spezialisten und haben nichts gegen Zweitmeinungen. Sie wenden keine Therapien an, die das Tier übermäßig belasten. Sie werden immer wieder die Situation prüfen – was kann man dem Tier guten Gewissens zumuten, was kann man tun, um es dem Tier leichter zu machen? Und wenn es soweit ist, werden sie ihrer Verantwortung gerecht werden und vermitteln den Tierhaltern, dass die Zeit gekommen ist, sofern diese das nicht selbst erkennen können.

Gute Therapeuten setzen auf das Zusammenspiel von alternativen und traditionellen Heilmethoden.
Die besten Therapeuten wissen um das große Potential der alternativen Therapien, aber eben auch um ihre Grenzen. Krankheiten, die schnell voranschreiten oder die Tiere schnell schwächen, können oft nicht ausschließlich alternativ behandelt werden. Die beste Therapie nützt nichts, wenn der Patient aus Schwäche stirbt, bevor die Wirkung eingesetzt hat. Man darf nicht vergessen, dass gerade Erkrankungen wie Krebs im Vergleich zum Menschen wie im Zeitraffer fortschreiten. Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir alles tun, damit wir überhaupt genug Zeit haben, um in Aktion zu treten. Wer alternativ behandelt, darf schulmedizinische Therapien nicht kategorisch ablehnen. Wenn ein Tierarzt zum Beispiel zu einer Operation rät, weil ein Tumor, der relativ schnell wächst, auf ein Organ drückt, sodass es ohne OP in absehbarer Zeit zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen wird, darf meiner Meinung nach kein alternativer Therapeut von dieser OP abraten.

Gute Therapeuten wollen Sie nicht ‚missionieren’.

Auch wenn es in einer solchen Situation immer unglaublich schwer ist: Bleiben Sie kritisch und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Lassen Sie sich jede Therapie erklären, fragen Sie nach! Was bringt sie dem Tier? Welche Alternativen gibt es? Welche reelle Chance hat das Tier mit der Therapie, wann ist es besser, das Tier zu erlösen? Lassen Sie sich nichts aufschwatzen, nehmen Sie lieber erst einmal Info-Material mit und informieren sich zu Hause noch einmal in Ruhe darüber, bevor sie mit einem Einkaufskorb voller Mittel und einem leeren Geldbeutel heimkommen. Folgen Sie nicht einfach blind den Anweisungen! Konfrontieren Sie den Therapeuten mit Ihren Zweifeln, wenn sie merken, dass sich das Tier durch die Therapie noch mehr quält oder sie nicht anzuschlagen scheint. Verlassen Sie sich auf Ihre Intuition und den Eindruck, den das Tier auf Sie macht. Nehmen Sie Abstand von Therapeuten, die sie mit aller Macht „aus den Fängen der Schulmedizin“ entreißen wollen. Fanatismus hat in der Medizin nichts zu suchen.

Vorsorge ist alles!

Zu guter Letzt: Geben Sie den alternativen Therapien frühzeitig eine Chance und nutzen Sie sie nicht erst wenn die Schulmedizin aufgegeben hat. Nehmen Sie Vorsorge und Früherkennungsmöglichkeiten in Anspruch. Informieren Sie sich über genetische Dispositionen bestimmter Rassen. Viele (chronische) Krankheiten lassen sich sehr gut behandeln wenn sie denn erst einmal erkannt wurden. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, zum Beispiel auch Knoten oder andere Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

In diesem Sinne – bleiben Sie und Ihre Tiere gesund!

Mehr zu alternativen Behandlungsmethoden und Tiertherapie-Hilfe finden Sie auf www.adjuthera.de und www.facebook.com/adjuthera

Mobile Tierheilpraxis und Tiertherapie-Hilfe

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