Ein Katzengedicht:


Kleine Katzen sind so drollig

Und so wollig und so mollig,

Dass man sie am liebsten küsst.

Aber auch die kleinen Katzen

Haben Tatzen, welche kratzen.

Also Vorsicht! Dass ihr’s wisst!

Kleine Katzen wollen tollen

Und die Wolleknäuel rollen.

Das sieht sehr possierlich aus.

Doch die kleinen Katzen wollen

Bei dem Tollen und dem Rollen

Fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich

Und so friedlich und gemütlich.

Aber schaut sie richtig an:

Jedes Sätzchen auf den Tätzchen

Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen

Mal ein Raubtier werden kann.

James Krüss

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Kommentar

Erika Rocher | am 9. Februar 2011 um 20:14 Uhr

Ist ein schoenes Gedicht , mir kommen da die Freudestraenen , das tut auch mal gut

LG an alle Erika

Ramona | am 10. Februar 2011 um 11:24 Uhr

Süß, das kannte ich noch nicht. Hebe ich mir gleich auf. Hier kommt der Katzen-Erlkönig…das fand ich auch so süß…toller Goethe. LG Ramona
Erlkönig für Katzen

Wer schreitet so spät noch zum Küchentisch?
Es ist der Kater, der riecht den Fisch,
er riecht den Lachs fürs Weihnachtsfest
in seinem Lauch-Karotten-Nest.

Mein Fisch, was bist du von großem Gewicht!
Wieso liegst du denn im Kühlschrank nicht?
Im Kühlschrank bei Sahne und Mandelschaum?
Den Kater deucht es wie im Traum.

Du lieber Fisch, komm her zu mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
komm, saftig Tier, sei nicht so stumm,
ich kick dich ein bißchen im Viereck herum!

Mein Kater, mein Kater, halt ein, halt ein,
ich soll doch das Weihnachtsessen sein!
Nur ruhig, immer ruhig, mein Fisch,
jetzt springen wir erstmal gemeinsam vom Tisch!

Und dann, feiner Knabe, soll dir nicht graun,
dann darfst du mein Bäuchlein von innen beschaun!
Mein Bäuchlein und den gemütlichen Darm -
dort bist du sicher, dort hast du’s warm!
Mein Kater, mein Kater, so stell dir doch vor,
die langen Gesichter, das Jammern im Chor!

Ich will dich, mich reizt deine fette Gestalt,
und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt!
Mein Kater, mein Kater, so hör’ noch zuletzt:
bekamst du nie Prügel, dann kriegst du sie jetzt!

Der Kater schmauset und schlinget geschwind.
Die Haare zerraufen sich Eltern und Kind:
Wo ist unser Festmahl, o Jammer und Not!
Der Kater weist grinsend auf Butter und Brot.


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