
Auszug aus einem Selbsthilfebuch für Katzen
Türen
Erlaube keine verschlossenen Türen! Um eine Türe öffnen zu lassen, stell dich auf die Hinterbeine und klopfe mit den Vorderpfoten gegen die Tür. Sobald die Türe geöffnet ist, mußt du den Raum dahinter nicht notwendigerweise betreten. Nachdem du eine Türe nach draußen hast öffnen lassen, steh halb draußen, halb drinnen und denk über verschiedenste Dinge nach. Das ist besonders wichtig, wenn es draußen sehr kalt ist, regnet, schneit oder Stechmückensaison ist. Auf keinen Fall darfst du Katzentüren benutzen.
Sessel und Teppiche
Wenn du kotzen musst, lauf schnell zum nächsten Sessel. Wenn sich das zeitmäßig nicht mehr ausgeht, versuche einen Orientteppich zu erreichen. Gibt es keinen, tut’s auch ein normaler Teppich. Vergiss nicht, dich beim Kotzen rückwärts zu bewegen, um sicherzustellen, dass die Größe des Fleckes der Größe eines nackten, menschlichen Fußes entspricht.
Toiletten
Begleite Gäste immer zur Toilette. Es ist nicht nötig, dort etwas zu tun – setz dich einfach hin und starr sie an.
Helfen
Wenn einer deiner Menschen beschäftigt und der andere frei ist, bleib bei dem, der beschäftigt ist. Das nennt man “helfen”.
Wenn du einen Koch beaufsichtigst, setz dich hinter den linken Absatz des Koches. Dort kannst du nicht gesehen werden und hast daher eine größere Chance, dass er auf dich draufsteigt und du dann hochgehoben und getröstet wirst.
Lesen
Liest dein Mensch gerade ein Buch, begib dich unter sein Kinn und schau, dass du zwischen Augen und Buch kommst…außer du kannst dich einfach auf das Buch selbst legen.
Unbedingt beachten
Bei Strick- Schreib- oder Bastelprojekten, leg dich möglichst effektiv auf die Arbeiten, so dass du so viel wie möglich oder zumindest den wichtigsten Teil davon verdeckst. Tu so, als ob du schläfst, schlag aber ab und zu nach den Stricknadeln, Bleistiften,… Der Arbeiter könnte versuchen, dich abzulenken – ignorier das! Das Ziel ist, zu “helfen”. Stick- und Näharbeiten geben großartige Hängematten ab – egal was die Menschen dir sagen.
Bei Menschen, die Rechnungen bezahlen (monatliche Aktivität), oder an Einkommenssteuererklärungen oder Weihnachtskarten arbeiten (jährliche Aktivitäten), behalte das Ziel im Hinterkopf: “helfen”. Setz dich zuerst auf das Papier, an dem gerade gearbeitet wird. Wenn man dich verscheucht, schau traurig von der Seite aus zu. Wenn die Arbeit gut vorangeht, roll dich über die Papiere und bemüh dich, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu verteilen. Nachdem man dich zum zweiten Mal verscheucht hat, wirf Füllfedern, Bleistifte und Radiergummis vom Tisch – immer einen nach dem anderen.
Wenn ein Mensch eine Zeitung vor sich hält, spring auf die Rückseite der Zeitung. Sie lieben es!
Gehen
Spring so oft und so nahe wie möglich vor die Füße der Menschen. Besonders wichtig ist das auf Stiegen, wenn sie etwas tragen, im Dunkeln und wenn sie am Morgen aufstehen. Das verbessert ihr Gleichgewicht.
Schlafenszeit
Schlaf immer auf den Menschen – das hindert sie daran, sich in der Nacht unkontrolliert zu bewegen.
Spielen
Das ist ein wichtiger Teil deines Lebens. Sieh zu, dass du unter Tags genug Schlaf bekommst und dann munter genug für nächtliche Spiele bist. Hier sind einige Lieblingsspiele von Katzen angeführt, die du spielen kannst. Es ist allerdings wichtig, dabei immer Würde zu bewahren.
Hängende und/oder Schnurartige Dinge wie Schuhbänder, Kordeln, Goldketten und Zahnseide geben exzellentes Spielzeug ab. Diese Dinge werden von Menschen vorzugsweise über den Boden gezogen, damit wir danach krallen können.
Wenn eine Schnur unter eine Zeitung oder einen Teppich gezogen wird, wird daraus auf magische Weise eine Zeitungs-/Teppichmaus und sollte um jeden Preis getötet werden.
Wenn Menschen eine Party feiern, such immer nach der Person, die allergisch ist und setz dich auf ihren Schoß.
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Ramona | am 8. Januar 2011 um 12:43 Uhr
Ich habe köstlich gelacht, denn genau das muss das Buch sein was meine Katze wohl schon gelesen hat.
LG Ramona
Moritz | am 8. Januar 2011 um 19:35 Uhr
also meine lieben, sehr aufschlussreich für uns samtpfoten; das meiste hab’ ich schon gewusst, aber kater kann ja immer dazulernen … pfote drauf
Erika Rocher | am 14. April 2011 um 20:12 Uhr
Da kann man nur lachen ,das sehe ich den ganzen Tag mit meinen ,
ein Glueck , dass es diese Stubentiger gibt !

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Wolfgang Endlicher | am 7. Januar 2011 um 19:01 Uhr
Wie wahr, wie wahr
) Hat mir gut gefallen !