Stubentiger-Tipps


Immer mehr Katzen verbringen die meiste Zeit im Haus oder in der Wohnung. Vor allem im städtischen Umfeld nimmt dieser Trend weiter zu. Und pünktlich zum Beginn der kalten, dunklen und nassen Jahreszeit werden noch mehr Samtpfoten ihr Revier in die eigenen vier Wände verlagern. Wohnungskatzen leben oft länger, da sie meist weniger mit Krankheitskeimen in Berührung kommen und nicht den Risiken des Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Vor allem Halter von langhaarigen oder Rassekatzen lassen diese besonders ungern ins Freie. Allerdings sind bei der Haltung von Indoor-Katzen einige Besonderheiten zu beachten.

Ein Muss: Die richtige Ernährung für Hauskatzen. Indoor-Katzen sind natürlich weniger aktiv als ihre Artgenossen, die im Freien auf Jagd gehen, und können so z.B. schneller zu Übergewicht neigen. Deshalb ist eine Nahrung mit einem ausgewogenen Protein-Fett-Verhältnis besonders wichtig. Proteinreiche und fettarme Ernährung hilft, den Körperfettanteil auch bei weniger Aktivität auf einem gesunden Niveau zu halten.

Außerdem reinigen Wohnungskatzen ihr Fell häufiger und nehmen dadurch mehr Haare auf, die sich im Magen sammeln. Um deren Abtransport über den Verdauungstrakt zu unterstützen und so der Bildung von Haarballen entgegen zu wirken, hilft spezielles Futter mit einem hohen Anteil an unlöslichen Fasern, wie z.B. Hafer und Cellulose. Der prebiotisch wirkende Chicorée trägt darüber hinaus zu einer gesunden Darmflora bei und fördert so die Verdauung. Für die Harntraktgesundheit ist es wichtig, dass die Katze viel trinkt und dass ein idealer pH-Wert im Harntrakt vorherrscht. Gut formulierte Nahrungen helfen, dies zu unterstützen und damit das Risiko einer Bildung von Harngries zu minimieren.

Interessant ist auch, dass die meisten Hauskatzen zwei Drittel des Tages verschlafen. Für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Stubentigers ist es deshalb besonders wichtig, dass man ihn die restliche Zeit zu möglichst viel Bewegung und Aktivität anregt. Eine Umgebung, die zum Jagen, Springen, Kratzen und Klettern einlädt, stellt dafür eine wichtige Voraussetzung dar. Besonders beliebt ist zum Beispiel ein Jagdrevier mit Kratz- und Kletterbäumen, Trockenfutter in Schachteln oder Kartons zu verstecken und so den Jagdinstinkt der Samtpfoten zu wecken. Aber auch eine Angel, an deren Ende ein Spielzeug befestigt ist, das man verfolgen kann, garantiert Spaß und Bewegung. Grundsätzlich gilt: Die Haltung einer Hauskatze nimmt mehr Zeit in Anspruch als die eines Freigängers. Man sollte nie vergessen, dass der Halter der soziale Mittelpunkt im Leben der Katze ist. Sie benötigt wesentlich mehr Aufmerksamkeit von ihrem Menschen als eine Katze, die Kontakt zu Artgenossen hat.

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