
Die Eingewöhnungszeit einer Katze
Die Eingewöhnungszeit von Katzen kann unterschiedlich lange dauern.
Man muss bedenken, dass es sich nicht nur um eine völlig neue Umgebung handelt, sondern auch gegebenenfalls um die Trauer über die Trennung von Mutter und Geschwistern.
Katzen können sich daher durchaus unsicher und verängstigt zeigen, auch wenn dies eigentlich nicht ihrem Naturell entspricht. Man muss dem Vierbeiner die Möglichkeit geben Vertrauen aufzubauen und ihm genügend Zeit geben um sich einzugewöhnen. Wenn die Samtpfoten zunächst nicht unbedingt spielen oder schmusen möchten, sollte man sie auf keinen Fall zu irgendetwas drängen!
Besonders in einer größeren Wohnung ist es oft günstig, wenn man der Katze anfangs nur einen – möglichst ruhigen – Raum zur Verfügung stellt, der ihr Versteckmöglichkeiten und „Aussichtspunkte“ bietet. In den ersten Tagen sollte man ihr dort auch das Kistchen aufstellen und das Futter reichen.
Folgende Ratschläge sollen helfen, einer Katze die Eingewöhnung in der neuen Umgebung zu erleichtern und ihr Vertrauen zu erlangen:
Anfangs sollte sich nur ein Familienmitglied im „Katzenzimmer“ aufhalten.
In der Nähe der Katze sollten hastige Bewegungen und laute Geräusche vermieden werden.
Man sollte leise und freundlich mit der Katze sprechen, und die Katze dabei nicht anstarren – direkter Blickkontakt wirkt hemmend.
Aus dem Transportbehälter oder aus einem Versteck soll die Katze nicht hervorgezogen werden, sondern man soll geduldig warten, bis sie von selbst hervorkommt.
Viele Katzen lassen sich durch Leckerbissen oder – wenn sie in Spiellaune sind – durch einen bewegten Gegenstand (z.B. eine an einer Schnur befestigte Papierkugel) anlocken.
Wie lange die Eingewöhnung dauert, hängt sowohl vom Charakter als auch von den bisherigen Erfahrungen jeder einzelnen Katze ab. Kleine Kätzchen akzeptieren ihre neuen Besitzer meist sehr rasch als „IHREN“ Menschen.
Katzen aus Tierheimen brauchen manchmal sehr lange, bis sie ihr Misstrauen gegenüber Menschen – mit denen sie vielleicht schon schlechte Erfahrungen gemacht haben – überwinden.
Manchmal muss man einfach Geduld haben. Es gibt Katzen, die sogar zu Beginn das Fressen verweigern – von Streicheleinheiten ganz abgesehen. Aber eines ist sicher: Warten lohnt sich immer!
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