
Verhaltensregeln und Hinweise im Umgang mit blinden Katzen:
Zeit, Geduld und natürlich liebevolle Pflege und Umgang mit einem Tier sind selbstverständlich. Bei einem behinderten Tier darf es von all dem noch ein klein wenig mehr sein.
Hier einige Tipps zum Umgang mit einer blinden Katze:
Da das Tier blind ist, bitte immer erst zu ihm sprechen und die Hand zum Näschen halten, damit es schnuppern kann, bevor man es streichelt. Man bedenke, wie es wäre, wenn man nichts sehen könnte. Man würde sich auch erschrecken, wenn man nichts sieht und/oder hört und plötzlich fasst einen eine Hand an.
Keine Angst vor blinden Katzen: Sie sind genauso sauber und ordentlich wie gesunde Tiere! Einmal gezeigt, finden sie schnell die Katzentoilette wieder. Wenn man eine Wohnung mit mehreren Zimmern hat, ist es sinnvoll, das Tier zuerst an die Gegebenheiten eines Zimmers zu gewöhnen. Peu à peu kann man es dann mit den übrigen Räumlichkeiten vertraut machen.
Auch blinde Katzen sind in der Lage, Höhen abzuschätzen, z. B. beim Sprung vom Sofa. Höhere Kletterpartien (Schränke, Regale) sollten allerdings sicherheitshalber vermieden werden.
Da Katzen generell keine Freunde großer Veränderungen sind, hat es ein blindes Tier erst recht nicht gern, wenn zu oft die Gegebenheiten geändert werden. Dies betrifft insbesondere das Umstellen von Möbeln. Eine blinde Katze legt sich ihr eigenes Navigationssystem an – solange alles bei der alten Ordnung bleibt, findet sie zielsicher durch die Räumlichkeiten. Zuviel Veränderungen auf einmal jedoch können dazu führen, dass das Tier zunächst verwirrt ist, dann irgendwo dagegen läuft. Kommt dies häufiger vor, kann es zu panischen Reaktionen kommen. Daher: Nach Möglichkeit das Umstellen der Möbel vermeiden.
Für ein blindes Tier ist eine reine Wohnungshaltung sinnvoll. Wenn man einen Garten oder Balkon sein eigen nennt kann und möchte man dem Tier Freilauf verschaffen, sollte den Garten oder Balkon jedoch durch Katzenzäune und –netze (im Fachhandel) gut absichern.
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