Die Geschichte der Katzen, ihre Entstehung und Entwicklung:


 


Vor 60 bis 70 Millionen Jahren durchstreiften nicht nur riesige Großkatzen die Wälder der Kontinente sondern auch kleine Marderartige Tiere mit kurzen Beinen und breiten Füßen – Miacedae genannt. Sie sind die Urahnen aller Raubtiere!

Im Laufe der Evolution verbreiteten sich die Miacedae über die ganze Erde mit Ausnahme von Madagaskar, Australien und Neuseeland. Sie passten sich ihrem jeweiligen Lebensraum perfekt an und eigneten sich somit optimal für die Steppe, die Savanne und den Urwald.

Vor 30 bis 40 Millionen Jahren entwickelten sich aus der Miacedae verschiedene Stämme. Aus einem von ihnen – dem Stamm der Feline ging die heutige Hauskatze hervor. Auch Löwen und Tiger gehören zu den Felinen. Bereits vor ungefähr 10 Millionen Jahren, so belegen es einige Fossilienfunde, hatten sich die Felinen soweit entwickelt, dass sich eine Verwandtschaft mit unserer heutigen Katze nachweisen lässt. Erst 8 Millionen Jahre später trafen die Tiere auf einen zunächst erbitterten Konkurrenten in der Nahrungssuche – den Menschen.

Wie es zur Verbindung zwischen Katze und Mensch kam ist leider nicht belegt. Fakt ist jedoch, dass Felsmalereien aus der Zeit um 7000 vor Christus entdeckt wurden, welche Abbildungen von Frauen zeigen, die mit kleinen Kätzchen spielen.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Hauskatze aus Nordafrika stammt. Zudem gibt es Belege dafür, dass vor ungefähr 5000 Jahren in Ägypten bereits domestiziert wurde. Die Ägypter machten dich das Jagdtalent der Katzen zu Nutzen, zähmten sie und gaben ihr die Aufgabe ihre Kornspeicher von Mäusen zu befreien. Da Mäuse damals eine große Plage und Angst der Ägypter war, sicherten die Katzen genau genommen das Überleben der Menschen. Aus diesem Grund begannen die Ägypter die Katze als heiliges Tier zu verehren. Die Katzen hatten einen enorm hohen Stellenwert. Ihr wohl berühmtestes Denkmal ist die Sphinx.

Auf diese Weise hielten die Tiere auch Einzug in die Häuser der Menschen und obwohl ein Export-Verbot für Katzen galt, wurden um 550 vor Christus einige Exemplare gestohlen und nach Griechenland gebracht. Durch Händler und Eroberer sowie durch Seeleute welche die Katzen als Rattenfänger mit an Bord nahmen, gelangten die Tiere nun in alle Welt. In Indien und China wurden sie ähnlich wie im alten Ägypten verehrt. Auch im Rest der Welt wurde die Katze als Nahrungssicherer sehr von den Menschen geschätzt.

Dennoch erwartete sie eine schlimme und qualvolle Epoche im Mittelalter. Katzen wurden durch abergläubige Menschen verfolgt, galten als Unglücksboten und wurden zum Sündenbock für Seuchen, verdorbenes Trinkwasser und sämtliche Unannehmlichkeiten, die man sich vorstellen kann. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die heidnische Katzenverehrung der Kirche ein Dorn im Auge war. Die Tiere wurden neben den Hexen auf Scheiterhaufen verbrannt und in der Türkei beispielsweise mit treulosen Frauen in Säcken ertränkt.

Erst seit dem 19. Jahrhundert wird die Katze nach Rassen gezüchtet. Das hängt wahrscheinlich mit der wachsenden Freizeit der Menschen zusammen. Bis heute wächst die Zahl der gezüchteten Rassen stetig.

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